Neue Handreichung zu Reprotechnologien

Im Auftrag des Gunda Werner Institut in der Heinrich Böll Stiftung hat das Gen-ethische Netzwerk die Handreichung "Neue Technologien, alte Gesetze" zum Stand (06/17) der Debatte um eine Liberalisierung der Fortpflanzungstechniken erstellt. 

Partizipation in technisch-gesellschaftlichen Innovationsprozessen mit fragmentierter Verantwortung: das Beispiel nicht-invasive Pränataldiagnostik

Ergebnisse des Forschungsprojektes zu NIPD wurden auch auf der Netzwerktagung 2017 vorgestellt und diskutiert. 

Informationen zu dem Forschungsprojekt, Links zu Artikeln, Vorträgen...mehr

Feministisches Positionspapier des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik

Im Juni wurde auf der Jahrestagung das "Feministische Posotionspapier "verabschiedet.

Das Netzwerk positioniert sich zu "Lebensschutz" und "Selbstbestimmung" ...mehr

"ganzhaben statt teilhaben!"

Zum vierten Mal findet die Pride Parade in Berlin am 15.7. 2017 statt...mehr

"Ohne Zweifel geht es nicht" Fachtagung am 3.11.2017

Am 3.11.2017 lädt Cara "Beratungsstelle zu Schwangerschaft und Pränataler Diagnostik" BeraterInnen und Hebammen zu einem Fachtagung ein.

 

Im Fokus der Tagung stehen Ambivalenzen:

Ambivalenzen der Frauen und Paare, die die Mitteilung bekommen haben, dass ihr Ungeborenes mit einer Beeinträchtigung geboren würde, als auch Ambivalenzen von Beraterinnen und Hebammen, die in den Prozess der Entscheidungsfindung und die daraus resultierenden Konsequenzen (Abbruch der Schwangerschaft oder akzeptieren der Schwangerschaft/ des Ungeborenen so wie sie ist) eingebunden sind.

Der Fachtag möchte diese konflikthaften Sitauationen näher in den Blick nehmen. ......mehr Infos

 

 

Touch Down - Ausstellung jetzt in Bremen

 Skulpturen Markus Keuler, Etepetete 2016 (Ausschnitt)

Bis bis zum 27.8.2017 ist die Ausstellung "TouchDown" in der Kulturambulanz zu sehen. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm.

Nähere Informationen dazu

Stellungnahme der Grünen Politikerin Rüffer "Ärztetag fordert Debatte über Gefahren vorgeburtlicher Bluttests"

Zum Beschluss des Deutschen Ärztetags zu den ethischen Risiken vorgeburtlicher Bluttests erklärt Corinna Rüffer, behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ich begrüße es sehr, dass der Deutsche Ärztetag die Bundesärztekammer auffordert, über die Begrenzung der Pränataldiagnostik zu diskutieren. Eine breite Debatte über die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik und die Notwendigkeit ihrer Begrenzung – wie der Ärztetag es gefordert hat – ist dringend nötig.

Auch die Ärztinnen und Ärzte weisen darauf hin, dass der vorgeburtliche Bluttest zu einem Routine-Check ungeborener Kinder auf Down-Syndrom oder andere Beeinträchtigungen führen kann. Damit würde sich auch der Druck erhöhen, ein „perfektes“ Kind zu gebären. Eltern, die sich gegen den Test entscheiden oder sogar wissentlich für ein behindertes Kind, werden immer mehr in Erklärungsnöte geraten. Diskutiert werden muss aber auch mit Blick auf zukünftig Mögliches: Neue Testverfahren werden weit über die Trisomieerkennung hinausgehen.

Unsere Gesellschaft muss barrierefrei und offener werden. Behinderte Menschen und die Eltern behinderter Kinder müssen, wo nötig, besser unterstützt werden. Es ist falsch, die Palette vorgeburtlicher Untersuchungen immer mehr zu erweitern und werdende Eltern vor Entscheidungen zu stellen, die kaum zu treffen sind.

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im August 2016 ein Methodenbewertungsverfahren für nichtinvasive Pränataldiagnostik (NIPD) zur Bestimmung des Risikos autosomaler Trisomien 13, 18 und 21 beschlossen. Damit soll festgestellt werden, ob und inwieweit die Untersuchung mittels Bluttest zur Erkennung des Down-Syndroms beim Fötus in den Katalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden kann.

Den Beschluss des 120. Deutscher Ärztetags finden Sie hier (auf S. 217 bis 218): http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/120.DAET/120DaetBeschlussProt_2017-05-26.pdf

Inklusion ist eine Frage der Haltung

Mal lesen......mehr

Die Medizinhistorikerin Barbara Duden Interview

Barabra Duden hat sich viel mit dem weiblichen Körper, Schwangerschaft, dem veränderten Blick auf Schwangerschaft durch die Reproduktionsmedizin auseinandergesetzt, dem Frauenkörper als Objekt der biomedizinischen Forschung. Auch in die Diskurse zu PND hat Sie sich eingemischt....mehr

Tagung „Nicht-invasive Pränataldiagnostik: Möglichkeiten und Grenzen zivilgesellschaftlicher Einflussnahme“

Tagung am 9. Juni 2017

Hotel Grenzfall, Ackerstraße 136, Berlin, 10:00 bis 16:30 Uhr

Eine Veranstaltung im Rahmen des Forschungsprojektes „PartNIPD“ des Instituts Mensch, Ethik und Wissenschaft gGmbH (IMEW) Berlin ....mehr

 

Für das Leben

Viele bunte Regenschirme an Schnüren vor blauem Hintergrund

Wiir möchten auf eine sehr interessante Internetseite, die über sog. Lebensschützer

aufklärt hinweisen....mehr

"Alles erreicht, dann noch ein Baby – Kinderwunsch ohne Altersgrenze? in "Hart aber fair "

"Hart aber fair" mit Frank Plasberg beschäftigt sich mit dem Thema "Unerfüllter Kinderwunsch ...mehr

"Kopf in den Sand" Artikel vom 20.3.2017 in der Sueddeutschen Zeitung

"Menschen sind Meister darin, unangenehme Informationen auszublenden. Besonders dann, wenn viel auf dem Spiel steht, verschliessen Patienten, Manager und Investoren die Augen" auch iinteressant im Hinblick auf die Entscheidung von Frauen im Kontext von PND .....mehr

G-BA und Bluttest - das Schwerpunktthema des GID 240

Mit den NIPTs  und dem Verfahren des G-BA befasst sich der neue GID. Die verschiedenen Artikel sind online ...mehr

"Unternehmensfreundliche Regelung" Sabine Könninger und Kathrin Braun in der TAZ vom 24.2.2017 zum Vorgehen des G-BA und der Etablierung der NIPD

In dem Artikel "Unternehmensfreundliche Regelung" haben die Autorinnen Sabine Könninger und Kathrin Braun grundlegende Mechanismen, die zur Etablierung der NIPD in die Schwangerenvorsorge geführt haben beschrieben. Und

" Die Versicherteninformation ist nur ein weiterer Schritt in der Etablierung des NIPT, die von der Marktdynamik bestimmt wird. Die Voraussetzungen dafür, dass Herstellerfirmen diesen Einfluss haben können, wurden von der Politik geschaffen. Durch die Förderung von Forschung und Ent­wicklung, das Versorgungsstrukturgesetz und die damit verbundene mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkassen wurden Fakten geschaffen. Fakten, die eine offene gesellschaftliche Be­wertung des NIPT erschweren, wenn nicht gar verunmöglichen."

Stellungnahme zum Methodenbewertungsverfahren des gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu NIPD

Viele verschiedene Institutionen haben eine Stellungnahme zum Vorgehen des G-BA unterzeichnet. Sie wenden sich gegen die weitere Normalisierung selektiver Pränataldiagnostik und fordern eine gesellschaftliche Auseinandersetzung um den Umgang mit Schwangerenvorsorge und Inklusionm. Hier finden Sie die Stellungnahme 

 

 

Im Deutschlandfunk: Pränataldiagnostik Wissen und Gewissen

Ein Beitrag vom 1.2.2017 über die neuen Bluttess und den G-BA ....mehr

Informationen aus dem GID 239

In der Dezember ausgabe vom GID gibt es interessante Informationen unter anderem zu neuen pränatalen Diagnosemöglichkeiten....mehr

"Der Mensch ist genetisch instabil"

Ein interessanter Beitrag über die Entschlüsselung des Genoms des Menscen im Deutschlandfunk vom 4.12.2016

Zählen Zahlen?

90% aller Eltern entschieden sich für einen Schwangerschaftsabbruch bei der Diagnose Down-Syndrom. Diese Zahl wird gebetsmühlenartig immer wieder benutzt, obwohl es dafür keine statistischen Belege gibt.

Auf der Netzwerkjahrestagung 2016 gab es zu diesem Thema einen workshop "zählen Zahlen" , nachzulesen im Rundbrief 28. 

Magret Heider (Gynäkologin) und Dr. Eva Schindele (Journalistin und Publizistin) haben in mühevoller Arbeit Zahlen recherchiert und zusammengestellt....hier die Ergebnisse

"Eltern als Selektierer "

In der Taz vom 28.11.2016 erschien der Artikel "Eltern als Selektierer".

"Lilium Rubellum" Autorinnen Lesung am 8.12.2016 in Berlin

Ausgehend von Kathrin Schadts gleichnamigem Roman, in dem die Autorin auf eindrücklich-poetische Weise die Geschichte einer zunächst ungewollten Schwangerschaft und des Umgangs mit der Diagnose einer kindlichen Behinderung erzählt, werden Experten in einem anschließenden Gespräch den Fragen nachgehen, wieviel Wissen notwendig ist, wie wir mit Informationen umgehen lernen und welche Begleitung hier notwendig wäre....mehr

 

Iinformationen aus dem neuen GID

Der neue GID ist online,  die wichtigsten Infos zu PND und Reproduktionsmedizin...mehr

"Wir bewegen uns auf einem schmalen Grat"

Noch einmal zu dem Film "24"Wochen" und zu Spätabbrüchen ein Interwview in der "Zeit" vom 20.10.2016.

Filmkritik zu "24 Wochen" von Jenny Preiss

eine etwas andere Filmkritik .....mehr

 

Die Mobile Akademie Berlin

präsentiert in Kooperation mit EUCREA e.V. und Kampnagel "Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nichtwissen" am 21.10.2016I

Im SCHWARZMARKT FÜR NÜTZLICHES WISSEN UND NICHT-WISSEN bieten 80 Expert*innen in einer maschinisierten Arena, getaktet im Rhythmus administrierter Zeit, im Rausch der Simultanität und Kollektivität, ihr spezifisches Wissen an.

Das Publikum kann die Expert*innen für 30-minütige Einzelsitzungen buchen oder sich über das Schwarzradio den Gesprächen zuschalten. Nach 10 Jahren und 14 Ländern mit Stationen in Paris, Riga, Warschau, Istanbul, Wien, Liverpool, São Paulo, Nowosibirsk und Tel Aviv kommt der Schwarzmarkt der Mobilen Akademie Berlin zum ersten Mal nach Hamburg.

Der Schwarzmarkt Nr. 19 fragt danach, wie ‚Behinderung’ unser übliches Nachdenken über Autonomie, Körper und Technik durcheinanderbringtt.... mehr

24 Wochen startet am 22. September in den deutschen Kinos

 „24 Wochen" feierte auf der 66. Berlinale 2016 seine Premiere und lief im Wettbewerb um den Goldenen Bären. 

Ab 22.9. läuft der Film in den deutschen Kinos, es gibt eine Kinotour mit der Regisseurin und in vielen Staädten z.B. Berlin, Bremen, Frankfurt, Göttingen, Hannover, Rostock, Stuttgart finden Veranstaltungen zu dem Film statt. Bitte auch in die örtliche Presse schauen.

 

Antwort des G-BA auf offenen Brief der Bundestagsabgeordneten Antwortschreiben vom 19.08.2016

Seine Aufgabe sei nur die wissenschaftlich-technische Überprüfung der Diagnosemethode; inzwischen könne das Parlament ja die ethischen Fragen prüfen und gesetzliche Änderungen vornehmen.

"Wollen wir keine Menschen mit Down-Syndrom mehr?"

Artikel aus dem Weser-Kurier vom 24.08.2016 zur G-BA Entscheidung

 

 

"Kinder mit solchen Behinderungen soll es nicht geben" Interview mit Silke Koppermann am 21. August 2016

Ein sehr lesenswertes Interview zum Thema Blutttest und dem G-BA im Cicero

 

 

Pressemitteilung Gen-ethisches Netzwerk e.V.

Trotz Protesten: G-BA eröffnet Methodenbewertungsverfahren für NIPT 

Berlin, 18. August 2016

Pränatale Bluttests gehören nicht in die Regelversorgung!

Pressemitteilung

Offener Brief fordert GBA auf, am 18.08. nicht über eine Methodenbewertung zu beraten! 


Brief von Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen an den G-BA vom 17.08.2016

 

Artikel in der deutschen Ausgabe der Huffington Post vom 15.08.2016

Das Geschäft mit der Angst: Die Riesen-Abzocke mit den Schwangeren - Vorsorgeuntersuchungen 

 

Jesper geboren am 24.07.2014, verstorben am 17.07.2016

Ein Artikel über einen eine schmerzhaften Entscheidungsprozess in der ZEIT online

vom 02.08.2016

Fernsehbeitrag in "Quarks & Co"

Projekt Schwangerschaft alles unter Kontrolle ? Ein Fernsehbeitrag in der ARD  "Quarks & Co" am 2.08.2016 21 Uhr.

 

http://programm.ard.de/TV/wdrfernsehen/projekt-schwangerschaft/eid_2811118110530944

Notizen aus dem aktuellen GiD

Hier einige Notizen aus dem aktuellen GiD - Gen-ethischer Informationsdienst, der Zeitschrift des Gen-ethischen Netzwerkes             

 

Schweiz: Keine Einschränkungen der PID

Die Bemühungen, eines der liberalsten Fortpflanzungsmedizingesetzes in Europa zu verhindern, sind gescheitert. 62 Prozent der Schweizerischen Bevölkerung haben in einer Volksabstimmung Anfang Juni mit "Ja" für eine Gesetzesänderung gestimmt, die unter anderem bei allen künstlichen Befruchtungen PID erlaubt. Zukünftig dürfen pro Zyklus maximal zwölf Embryonen in vitro entwickelt werden, statt wie bisher drei. Die Beschränkungen für den Einsatz der PID, die das im Sommer letzten Jahres verabschiedete Fortpflanzungsmedizingesetz (FMG) vorsieht, sind eher symbolischer Art. (Siehe auch unter Bewegung, Seite 5 und die ausführliche Darstellung im GiD 233, Seite 40 - 42). (PM Biorespekt und PM Bündnis Vielfalt statt Selektion, 05.06.16)

 

Behindertengleichstellungsgesetz verabschiedet

Am 12. Mai verabschiedete der Bundestag mit den Stimmen der Regierungskoalliotion eine Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes, das Bundesbehörden barrierefreier zugänglich machen soll. Behördliche Bescheide müssen nun in "Leichter Sprache" vorliegen. Ein Schlichtungsverfahren soll eingeführt werden, das künftig auch für Einzelpersonen zur Verfügung stehen soll. Die Opposition und die Berhindertenbewegung kritisierten den Entwurf als unzureichend, weil er private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten nich zu Barrierefreiheit verpflichte. (www.bundestag.de; www.kobinet-nachrichten.org; 11.05.16)

 

Teilhabegesetz: Kritik an Entwurf

Das Teilhabegesetz der Bundesregierung soll im Sinne der UN Behindertenrechtskonvention die volle Teilhabe behinderter Menschen ermöglichen. Bereits im Koalitionsvertrag standen allerdings alle Maßnahmen unter Kostenvorbehalt. Die zentrale Forderung, die Trennung  von Assistenz- und Teilhabeleistungen vom Sozialhilfefrecht ist nicht erfüllt worden. Statt eines echten Nachteilsausgleichs, für den die Gemeinschaft aufkommt, werden nur die Vermögensgrenzen angehoben. Das Gesetz enthält sogar Verschlechterungen: Um Hilfen zu erhalten, muss man laut dem Entwurf in fünf von neun Lebensbereichen eingeschränkt sein. Damit wird voraussichtlich nicht nur der Kreis der Leistungsberechtigten eingeschränkt, sondern auch bei den Leistungen selbst gekürzt. Vor allem das sogenannte "Poolen" von Unterstützungsleistungen macht den Betroffenen Sorgen. Damit sollen mehrere Leistungsberechtigte gemeinsam eine Assistenz oder Hilfe in Anspruch nehmen. Weder das geforderte Gehörlosengeld noch Blindengeld sind vorgesehen. Sogar der Grundsatz "ambulant vor stationär" soll gekippt werden. (www.nichtmeingesetz.de) zu finden unter: http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/GID/236/kurz-notiert-politik-und-wirtschaft 

 

Gesund trozt "Gendefekt"

Auch gesunde Menschen können Erbanlagen für monogenetische Erkrankungen in sich tragen. Zu diesem Schlusss kommen US-amerikanische ForscherInnen, nachdem sie unter anderem die riesigen Gendatenmengen der Firma 23andMe untersucht haben. Gefahndet wurde nach solchen Genveränderungen, die laut vorherrschender Wissenschaftsmeinung unausweichlich zu einer Behinderung, Totgeburt oder der verbbaren Erkrankung Mukoviszidose führen. Unter den rund 500.000 Personen wurden 13 TrägerInenn solcher "Gendefekte" gefunden. Ein (möglicherweise auch vorgeburtlicher) Gentest hätte bei diesen Menschen fälschlicherweise eine Krankheit prognostiziert. Anstatt die Aussagekraft solcher Tests zu relativieren nutzen die HumangenetikerInnen dies nun allerdings um neue Diagnostik-Märkte zu erschließen: Im so genannten Resilience-Projekt sollen "genetische Gegenspieler" und "Schutzfaktoren" identifiziert werden, die verhindern, dass TrägerInnen monogenetischer Erkrankungen tatsächlich krank werden. Auf dieser Basis sollen dann neue Therapien entwickelt werden. (PM sagebase.org, 11.04.16; Deutschlandfunk.de, 12.04.16)

 

Geheimes GenforscherInnentreffen

Ende Mai haben im US-amerikanischen Boston rund 150 ausgewählte WissenschaftlerInnen , AnwältInnen und UnternehmerInnen unter Ausschluss der Öffentlichkeit über Möglichkeiten zur Herstellung eines künstlichen menschlichen Genoms diskutiert. Es sei wichtig, dass die TeilnehmerInnen, die zur Verschwiegenheit verpflichtet wurden, "frei und ungestört ihre Ansichten einbringen können", hieß es in der Einladung zu dem Treffen. Das Treffen soll der Startschuss für ein Mega-Projekt zur Weiterentwicklung der synthetischen Biologie in industriellem Maßstab gewesen sein. Mithilfe anwesender JuristInnen dürften dabei vor allem auch bestehende Gesetzeslücke ausgelotet worden sein. In den Medien sowie in ForscherInnenkreisen löste das Treffen eine Welle der Empörung aus. Die Non-Profit Organisation Center für Genetics and Society sprach von einem "Tiefpunkt" wissenschaftlicher Verantwortung. Angeblich alles ein Missverständnis, ruderte George Church, einer der Organisatoren des Treffens nach den Protesten zurück. Man habe sich lediglich darauf eingelassen, dass eine renommierte aber bisher ungenannte Fachzeitschrift exklusiv über das Treffen berichten wollte. Dann soll auch ein Video des gesamten Meetings ins Netz gestellt werden. (www.sciencealert.com ; 16.05.16; tagesanzeiger.ch, 19.05.16; welt.de 24.05.16)

 

Embryonen 14 Tage kultiviert

ForscherInnen in Großbritannien und den USA haben die Lebenszeit von menschlichen Embryonen in künstlicher Umgebung auf 14 Tage erhöhen können. Sie sprachen von einem "Durchbruch" und versprechen sich Erkenntnisse über die frühe Embryonalentwicklung. Bei bisherigen Versuchen starben die Embryonen nach maximal neun Tagen ab, nach sieben Tagen findet üblicherweise die Einnistung in die Geäbrmutter statt. Bei den Experimenten wuchsen sie an eine künstliche Substanz an, blieben allerdings zweidimensional. Abgesehen von der Machbarkeit erscheint es bemerkenswert, dass sich die Zellen auch ohne Informationen aus dem Körper der Schwangeren diversifizieren. Die Experiment wurden in Übereinstimmung mit internationalen Vereinbarungen nach 14 Tagen eingestellt. Ein Kommentar zu den Studien forderte, diese Regel auzuheben, um die Forschung nicht zu behindern. In Deutschland sind derartige Versuche durch das Embryonenschutzgesetz verboten. (zeit online, 04.06.16; nature, 12.05.15; nature cell biology, 17.05.16)

 

die unter http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/GID/236/kurz-notiert-mensch-und-medizin

" x-mal anders " Ullrich-Turner-Syndrom na und?

 

Ein Buch zum kennenlernen  des UTS, in ihm beschreiben Frauen ihr Erleben, ihre Gedanken, Erfahrungen und Sichtweisen. Ergänzt von professionelle Fotografien von Matthias Friel und verständlichen medizinischen Fakten.

Für dieses Buch voten :

http://beautyandbook.com/x-mal-anders-ullrich-turner-syndrom-ja-und

The Beauty and the Book ist ein Projekt der Frankfurter Buchmesse und der Stiftung Buchkunst

 

 

 

 

 

Der GID April 2016 ist da : Wissenstransfer und Entscheidungszwang

Wissentransfer und Entscheidungszwang

In der neuen Ausgabe des GID beschäftigen sich die Autorinnen mit Beratung im Bereich der Gen-und Pränataldiagnostik - von der Forderung nach (kritischer) Aufklärung und Beratung als einem Instrument eine "informierte Entscheidung" zu ermöglichen bis hin zu der Entwicklung, dass Beratung heute zum normalen Angebot der Gen-und Pränataldiagnostik dazugehört.

Zu finden unter http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/GID/235/gid-redaktion/wissenstransfer-und-entscheidungszwang

 

 

Stellungnahme der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. und des Netzwerks aus Anlass des Welt-Down-Syndrom Tag

 

Keine Reihenuntersuchung auf Down-Syndrom!

 

 

Berlin. Mit dem Bluttest auf Trisomie 21 ist es bereits in der frühen Schwangerschaft möglich, anhand einer Blutprobe der schwangeren Frau festzustellen, ob das ungeborene Kind das Down-Syndrom hat.

Aktuell wird darüber diskutiert, ob die Krankenkassen das Verfahren bezahlen sollen. Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages am 21. März machen die Bundesvereinigung Lebenshilfe und das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik deutlich, dass eine Reihenuntersuchung beispielsweise auf Trisomie 21 eine unzulässige Diskriminierung darstellt: „Menschen mit Down-Syndrom bereichern die Vielfalt in unserer Gesellschaft und gehören selbstverständlich dazu. Keinesfalls darf ein Screening eingeführt werden, um ihre Geburt zu verhindern“, erklärt Ulla Schmidt, MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. „Vorgeburtliche Untersuchungen auf Behinderung können nur nach individueller Entscheidung und nach den Bedingungen des Einzelfalls durchgeführt werden. Dazu gehören auch eine umfassende Information und Beratung, unter anderem zum Leben mit Down-Syndrom. Wir als Lebenshilfe bieten das regelmäßig an.“

 

Gegenwärtig leben etwa 50.000 Menschen mit Down-Syndrom in Deutschland. Eltern von Kindern mit Down-Syndrom berichten, dass sie sich immer wieder fragen lassen müssen, ob sie denn keine vorgeburtlichen Untersuchungen in Anspruch genommen hätten. Es sei doch „nicht mehr nötig, ein solches Kind zu bekommen“.

Dabei kann ein Leben mit Down-Syndrom so glücklich und erfolgreich sein, wie jedes andere auch. Viele Menschen mit Trisomie 21 stehen mit beiden Beinen im Leben, haben Erfolg in Beruf, Sport oder Kultur. Ulla Schmidt ergänzt: „Vieles im Leben gelingt ihnen, wenn sie die notwendige Unterstützung erhalten.“

 

Dem steht eine zunehmende gesellschaftliche Erwartungshaltung an Eltern gegenüber, alles zu tun, um die Geburt eines Kindes mit Behinderung zu verhindern. „Nicht alles, was medizinisch machbar ist, ist auch medizinisch notwendig und muss von der Krankenkasse finanziert werden. Der Bluttest ist ohne jeden therapeutischen Nutzen, er kann deshalb keine Kassenleistung sein“, erklärt Silke Koppermann, Gynäkologin und eine der Sprecherinnen und Sprecher des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik. „Der Auftrag an Ärztinnen und Ärzte ist, Schwangere zu begleiten und für ihre Gesundheit zu sorgen. Die Suche nach dem Down-Syndrom oder anderen Chromosomenbesonderheiten gehört nicht zum ärztlichen Heilauftrag.“

 

Das Netzwerk fordere seit der Einführung des Testes auf dem deutschen Markt eine gesellschaftliche Diskussion über dieses medizinische Angebot, das das Lebensrecht einer ganzen Bevölkerungsgruppe in Frage stellt und unweigerlich von Menschen mit Down-Syndrom und ihren Angehörigen als Herabwürdigung empfunden wird. Diese Debatte muss jetzt endlich geführt werden, so sind sich das Netzwerk und die Bundesvereinigung Lebenshilfe einig.

 

Die Lebenshilfe: Die 512 Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe mit rund 130.000 Mitgliedern sind Träger oder Mitträger von 4160  Diensten, Einrichtungen und Angeboten für Menschen mit geistiger Behinderung. In Frühförderstellen, (meist integrativen) Kindergärten und Krippen, Schulen und Tagesförderstätten, Werkstätten, Fortbildungs- und Beratungsstellen, Sport-, Spiel- und Freizeitprojekten, Wohnstätten und Wohngruppen sowie Familienentlastenden Diensten werden zirka 170.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefördert, betreut und begleitet.
Rund 60.000 hauptamtliche und etwa 15.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe sind mit diesen Aufgaben betraut. Angehörige von Menschen mit Behinderung können sich in Elterngruppen austauschen, behinderte Menschen selbst arbeiten immer stärker in den Vorständen und anderen Gremien der Lebenshilfe mit. Die 16 Landesverbände der Lebenshilfe und die Bundesvereinigung Lebenshilfe sind in der Beratung, Fortbildung und Konzeptentwicklung tätig und vertreten die Interessen behinderter Menschen und ihrer Familien gegenüber den Ländern bzw. der Bundespolitik.
www.lebenshilfe.de

 

Das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik: Dem Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik gehören etwa 90 Einrichtungen und 160 Einzelpersonen aus der Schwangerschaftsberatung, Geburtshilfe und Gynäkologie, aus Behindertenverbänden und Behindertenselbsthilfe, aus der Bildungsarbeit, Politik und Wissenschaft an. Gemeinsam ist ihnen die kritische Haltung gegenüber der routinemäßigen Einbindung der Pränataldiagnostik in die allgemeine Schwangerenvorsorge. www.netzwerk-pränataldiagnostik.de

 

 

 

Bericht der Gendiagnostikkommission

Das Gendiagnostikgesetz (GenDG) sieht die regelmäßige Berichterstattung über die Entwicklung der genetischen Diagnostik vor, damit dieses, wenn erforderlich, nachgebessert wird. Zu diesem Zweck wurde beim Robert-Koch-Institut eine Gendiagnostikkommission (GeKo) eingerichtet. Die GeKo hat jetzt ihren 2. Tätigkeitsberichts über den Zeitraum 2013-2015 veröffentlicht.

 

Der Bericht gibt Auskunft über die Mitglieder  der GeKo und die inzwischen erarbeiteten Richtlinien für die Umsetzung des GenDG. Die beiden inhaltlichen Schwerpunkte des Tätigkeitsberichts sind das Next Generation Sequencing, mit dem die Darstellung des gesamten fetalen Genoms anhand zellfreier DNA im mütterlichen Blut möglich geworden ist, und die Nichtinvasiven pränatalen Tests (NIPT), mit dem der Anteil an DNA-Fragmenten z.B. des Chromosoms 21, im Blut der schwangeren Frau erhoben werden kann. Der Bericht informiert über die Verbreitung des Tests, weist auf Studien zur Validität und zu den möglichen Auswirkungen auf die Schwangerenvorsorge hin, beschreibt Herausforderungen an Aufklärung und Beratung und verweist kurz auf die ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen, die in der Begleitforschung zu NIPT diskutiert werden.

http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/GendiagnostikKommission/GEKO_node.html

http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/GendiagnostikKommission/Taetigkeitsbericht/Taetigkeitsbericht_node.html

 

Film "24 Wochen" auf der Berlinale

Hier ein Link zu einem Interview mit der Regisseurin Anne Zohra Berrached

http://www.spiegel.de/kultur/kino/24-wochen-von-anna-zohra-barrached-film-wird-auf-ablehnung-stossen-a-1077053.html

 

 

 

 

Pränataldiagnostik im Diskurs

Seit dem Frühsommer letzten Jahres diskutiert eine 14-köpfige interdisziplinäre Gruppe im Tutzinger Diskurs verschiedene Aspekte der aktuellen Pränataldiagnostik. Die Expertinnen und Experten haben sich während vier arbeitsintensiver Workshops an der Akademie für Politische Bildung auf mehrere Thesen geeinigt, die sie am 3. März 2016 der Öffentlichkeit präsentieren und zur Diskussion stellen möchten.  tutzinger-diskurs.de

 

 

 

Fachtag Pränataldiagnostik und Behinderung in München

Die Fachstelle Pränataldiagnostik der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V.veranstaltet zusammen mit der Lebenshilfe München am 16.04.2016 einen Fachtag zum Thema „Pränataldiagnostik und Behinderung" in München.

 

 

 

"Weil es dich gibt. Aufzeichnungen über das Leben mit meinem behinderten Kind"

Aus dem Buch  "Weil es dich gibt. Aufzeichnungen über das Leben mit meinem behinderten Kind" von Gisela Hinsberger Frankfurt a.M.: Brandes & Apsel, 2014.
hat der GID ein gekürztes Nachwort abgedruckt

http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/GID/233/hinsberger/vom-wissen-um-unsere-zerbrechlichkeit

 

 

 

Buchankündigung: Selbstbestimmte Norm

Kirsten Achtelik: Selbstbestimmte Norm.
Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung




Ist wirklich alles in Ordnung, wenn bei der pränatalen Untersuchung keine Auffälligkeiten gefunden werden? Und was wenn doch? Als Feministin für ein Recht auf Abtreibung einzutreten, bedeutet nicht zwangsläufig, die hier entstehende Entscheidungssituation als Selbstbestimmung wahrnehmen zu müssen.

Kirsten Achtelik lotet in ihrem Buch das Spannungsfeld zwischen den emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen Konzepts "Selbstbestimmung" in Bezug auf Abtreibung aus. So mischt sie sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von "Lebensschützern" wieder aufgeflammt sind.
Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von Aktivistinnen und Aktivisten die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen.
Vor allem aber stellt sich Achtelik der dringend zu klärenden Frage, wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.

Näheres zu Lesungen und Terminen finden sie hier.

 

 

 

Der neue Bluttest und die Regelversorgung von Schwangeren


Die Bundesregierung gibt nur vage und wenig fundierte Auskünfte in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der Grünen zu dem Vorhaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), den PraenaTest probeweise in die Regelversorgung von Schwangeren zu übernehmen, und über die Beratungen selbst dringt wenig nach außen.
Artikel zum aktuellen Stand im Gen-ethischen Informationsdienst (GID) vom Juni 2015.

 

 

 

Neuer Bluttest nicht patentierbar


Das US-amerikanische Unternehmen Sequenom ist mit seinen Patentansprüchen für den MaterniT21-Test zur vorgeburtlichen Bestimmung von Chromosomenanomalien aus dem Blut der Mutter gescheitert. Ein US-Gericht entschied in letzter Instanz, die Technologie sei „nicht ausreichend erfinderisch“, da „traditionelle Methoden“ zur Bestimmung eines „natürlichen Phänomens“ verwendet würden. Sequenom erklärte daraufhin, die Entscheidung habe auf das eigene Geschäft praktisch keine Auswirkungen und verwies auf Patente in Europa, Asien, Kanada und Australien. (www.bionews.org.uk, 22.06.15)

 

 

 

PID auch in der Schweiz legalisiert

 

Auch in der Schweiz wird PID legal. Nachdem sich Mitte Juni 61,9 Prozent der Bevölkerung für eine Verfassungsänderung ausgesprochen haben, kann die im Dezember 2014 vom Parlament verabschiedete Revision des Fortpflanzungsmedizingesetzes in Kraft treten. Sie ermöglicht die PID nicht nur, indem sie erlaubt, bei einer künstlichen Befruchtung so viele Embryonen zu erzeugen, wie „als notwendig erachtet“ werden - bisher durften es nur so viele sein, wie unmittelbar eingesetzt werden konnten - PID ist auch grundsätzlich bei jeder künstlichen Befruchtung erlaubt. GegnerInnen dieser äußerst liberalen Regelung haben bereits angekündigt, Unterschriften für ein Referendum sammeln zu wollen.

 

 

 

Ohio will Abtreibung wegen Down Syndrom verbieten

Interessanter Artikel aus der N.Y. Times.

 

 

Weltweite Kampagne gegen Leihmutterschaft

Seit dem 11. Mai 2015 läuft die internationale Unterschriftenkampagne "StopSurrogacyNow". Die Petition setzt sich dafür ein Leihmutterschaft weltweit zu stoppen.

 

 

 

 

 

Schweizer Unternehmen wirbt für pränatalen Test mit Foto eines Mädchen mit Down-Syndrom

In der Süddeutschen Zeitung vom 17.06. erschien ein Artikel über ein Schweizer Unternehmen, dass in Spanien, mit dem Bild eines Mädchen mit Down-Syndrom auf meterhohen Plakaten, für einen pränatalen Bluttest warb.

 

 

 

 

Pressemitteilung der Lebenshilfe und Down-Syndrom-Verbände

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Leben mit Down-Syndrom" Nr. 79 / Mai 2015 findet sich eine Pressemitteilung "Gegen Diskriminierung von Menschen mit Trisomie 21" der Lebenshilfe und verschiedener Down-Syndrom-Verbände, die sich gemeinsam entschieden gegen den Einsatz des sogenannten Praena-Tests als Reihenuntersuchung aussprechen.

 

 

 

Begegnungskampagne der Aktion Mensch

Mit dem Clip "Das erste Mal" über ein ungewöhnliches Casting für einen Werbespot wirbt die Aktion Mensch seit dem 20. März 2015 für ihre Begegnungskampagne und thematisiert auf eine sehr sehenswerte Art und Weise Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

ZEIT-Dossier "Wer darf leben?" für Grimme Online Award nominiert

Anne Leichtfuß von Ohrenkuss übersetzte Text in Leichte Sprache

"Schwanger können Tests machen. Manchmal ergibt der Test: Das Baby ist behindert. Eltern müssen dann entscheiden: soll es geboren werden? die Entscheidung ist schwierig." Mit diesen Sätzen in leichter Sprache beginnt das ZEIT-Dossier "Wer darf leben?", das jetzt für den Grimme Online Award nominiert wurde. Anne Leichtfuß aus der Ohrenkuss-Redaktion hat den Text der Zeit-Reporter in Leichte Sprache übersetzt. So können viel mehr Menschen den Text lesen und verstehen als in der komplizierteren Originalversion.

 

Für Publikumspreis abstimmen

Am 18. Juni 2015 verleiht das Grimme Institut den Grimme Online Award. Dabei wird auch ein Publikumspreis vergeben. Jeder kann also mitentscheiden, ob "Wer darf leben?" damit ausgezeichnet wird. Hier kann man für den Publikumspreis abstimmen: www.tvspielfilm.de/news-und-specials/grimme/abstimmung

Pränatale Selektion

Das Juni Heft 2014 des GID hat als Thema "Pränatale Selektion", ein Schwerpunkt zu den Normalisierungsprozessen vorgeburtlicher Selektion.

Heinrich Böll Stiftung StreitWert - Politik im Dialog "Die Freiheit nehm ich mir"

Schumannstr.

10117 Berlin

Deutschland

Protestkundgebung gegen Singer-Auftritt am 26. Mai

Der Bioethiker Peter Singer tritt mal wieder in Deutschland auf und verbreitet seine behindertenfeindlichen Thesen. In Berlin wird ihm in der "Urania" am 26.5. der "Peter-Singer-Preis" (kein Witz!) verliehen, in Köln spricht er am 31.5. bei der "PhilCologne" (14.00 Uhr, Balloni Hallen).

In Berlin hat sich deshalb das Aktionsbündnis "Kein Forum für Peter Singer" formiert, das eine Protestkundgebung abhalten wird (ab 17.00 Uhr).

Wir freuen uns wenn Ihr teilnehmen könnt! 

Mehr Infos https://no218nofundis.wordpress.com/.
Hier der link zu der facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1050210141655839//
http://www.examiner.com/article/princeton-professor-calls-for-killing-disabled-infants-under-obamacare

 



3.05.2015 "Alles selbst bestimmt? Funktionieren. Kontrollieren. Optimieren. "


Viele langjährig im Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik Engagierte sowie aktuell an den Themen Interessierte sind der Einladung nach Bremen gefolgt.

An drei Tagen wurden viele Themen referiert und diskutiert. Der Festakt am 17.4. war ein wunderbarer Abend.
Sehr klar war: Es ist wichtig, dass es ein Netzwerk von Menschen und Institutionen gibt, das die vorgeburtliche Kontrolle und Selektion immer wieder auf die Tagesordnung setzt. Vor allem, da die Entwicklungen immer weitgehender Tatsachen schaffen, die scheinbar nicht mehr aufzuhalten sind.

Die Dokumentation der Tagung ist in Arbeit und wird dann gedruckt zur Verfügung stehen, aber auch zum Download hier eingestellt.

In Bremen -dem Tagungsort- gab es im Regionalfernsehn einen kurzen Beitrag nach der Tagung http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video73208-popup.html

 

 

Aktuelles

02.05.2015

Alles selbst bestimmt? Funktionieren. Kontrollieren. Optimieren

Rückschau der Jubiläumstagung

Viele langjährig im Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik Engagierte sowie aktuell an den Themen Interessierte sind der Einladung nach Bremen gefolgt. An drei Tagen wurden viele Themen referiert und diskutiert. Der Festakt am 17.4. war ein wunderbarer Abend. 

Sehr klar war: Es ist gut, dass es ein Netzwerk von Menschen und Institutionen gibt, das die vorgeburtliche Kontrolle und Selektion immer wieder auf die Tagesordnung setzt. Vor allem, da die Entwicklungen immer weitgehender Tatsachen schaffen, die scheinbar nicht mehr aufzuhalten sind. 

Die Dokumentation der Tagung ist in Arbeit und wird dann gedruckt zur Verfügung stehen, aber auch zum Download hier eingestellt. 

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09.03.2015

Jubiläumstagung

Alles selbst bestimmt? Funktionieren.Kontrollieren.Optimieren.

 

17. bis 19. April 2015

Schirmfrau: Prof. Dr. Theresia Degener, deutsche Vertreterin im Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Hochschule Bremen
Lidice Haus Bremen

Seit 20 Jahren engagieren sich Fachleute, Gruppen und Institutionen sowie Einzelpersonen im Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik. 
Viele Themen hat das Netzwerk in den letzten Jahren bewegt, manches erreicht. Nicht selten hat das Netzwerk auch unbequem agiert und sich Kritik und Ablehnung ausgesetzt. Viele mit dem Thema Befasste waren aber auch sehr mit dem Engagement einverstanden und froh um ein Netzwerk, das dieses so schwierige Thema auf die Agenda setzt. 

Gerade mit Blick auf die sich immer wieder überbietenden Entwicklungen im Bereich selektiver Methoden in der Schwangerenbetreuung ist ein kritisches widerständiges Engagement  weiterhin wichtig. 

Mit der Jubiläumstagung 2015 rücken wir das "Spezialthema" Pränataldiagnostik in den Mittelpunkt und verbinden es mit gesundheits-, sozial- und frauenpolitischen Entwicklungen und Diskussionen. 

Der Freitag bietet einen breiten Überblick über die Vielfalt der Themen, die im Netzwerk bearbeitet wurden und werden. Viele Fachleute sind für die ausgewählten Themen ansprechbar. Am Freitagabend wird es festlich: Würdigung durch Schirmfrau Prof. Dr. Theresia Degener, Mitglied im Aussschuss der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Dr. Joachim Steinbrück, Landesbehindertenbeauftragter Bremen, und den Senator für Gesundheit, Dr. Hermann Schulte-Sasse. 

Am Samstag stehen Vorträge sowie eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. 
Der Sonntag ist der Weiterarbeit des Netzwerkes gewidmet.

Eingeladen sind, neben den Berufsgruppen und deren Facheinrichtungen, die konkret mit schwangeren Frauen/Paaren zu tun haben oder zu tun haben werden (Auszubildende, Studierende...), Interessierte aus politisch aktiven Gruppen, aus Landes- und Bundespolitik, Wissenschaft und Medien.

Ort: Hochschule Bremen
Anmeldeschluss: 20. März 2015

Das Anmelde-Formular und weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung. 

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08.03.2015

Referentinnen und Referenten der Jubiläumstagung 2015

Udo SierckUdo Sierck (Festvortrag)

Jg.1956, Dipl.-Bibliothekar, seit Ende der 1970er Jahre ein Protagonist der emanzipatorisch-politischen Behindertenbewegung, bis 2008 Geschäftsführer des integrativen Betriebes "Lotte – Cafe & Restaurant", Dozent und Autor. Aktuelle Publikation: "Budenzauber Inklusion". 

 

 

Kathrin Braun (Hannover)
Apl. Professorin für Politikwissenschaft an der  Universität Hannover. Sie arbeitet zu Biopolitik, Biomedizin, Selektion und Geschlecht, zum politischen Umgang mit Wissenschafts- und  Technikkonflikten und zur Aufarbeitung von Sterilisationspolitik und anderen biopolitischen Menschenrechtsverletzungen. Sie ist akademischeNo-madin und hat an einer Reihe verschiedener Universitäten und Institutionen gear-beitet, zuletzt an der Universität Wien und am Institut Mensch Ethik Wissenschaft in Berlin.

Ute Kalender, Sozialwissenschaftlerin (Berlin)

lebt und arbeitet in Berlin. Sie war Post-Doc im Graduiertenkolleg "Geschlecht als Wissenskategorie" und Research Fellow am "BIOS Centre der London School of Economics".
Momentan bereitet sie ein neues Forschungsprojekt zum Thema regeneratives Arbeiten im Biokapitalismus aus queer-feministischer Perspektive vor.

 

Erika Feyerabend, Sozialpädagogin, Autorin (Essen)

Sozialpädagogin und Sozialwissenschaftlerin, arbeite als freie Journalistin, ist Mitbegründerin von BioSkop-Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften e.V. und im wissenschaftlichen Beirat der Hospizvereinigung Omega e.V. 

 

 

Peter WehlingPeter Wehling

Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und Geschichte, Habilitation in Soziologie, ist Privatdozent für Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, und leitet dort zurzeit ein sozialwissenschaftliches Projekt zur sogenannten präkonzeptionellen Anlageträger-Diagnostik, das Teil eines Verbundvorhabens mit der Universität Göttingen (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin) ist. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Soziologie des Wissens und Nichtwissens sowie des Erinnerns und Vergessens; Wissenschafts- und Technikforschung; Soziologie der Biomedizin, Biopolitik und Bioethik; Soziologische Theorie und Kritische Gesellschaftstheorie; Umweltsoziologie. Letzte Buchveröffentlichungen: Entgrenzung der Medizin (Hg. mit Willy Viehöver), Bielefeld 2011; The Public Shaping of Medical Research. Patient...

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07.03.2015

Diskutantinnen beim Podium „Einspruch! Politisch Einfluss nehmen. Was ist zu tun?“

Das Podium findet samstags im Rahmen der Jubiläumstagung 2015 statt.

Uta Wagenmann

ist Soziologin, betreut den Bereich Medizin, insbesondere Pränataldiagnostik und Reproduktionsmedizin, im Gen-ethischen Netzwerk (GeN) und ist Redakteurin des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID).

 

Sigrid GraumannSigrid Graumann

Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann ist Philosophin und Biologin. Sie lehrt Ethik im Fachbereich Heilpädagogik und Pflege an der Evangelischen Hochschule in Bochum. Außerdem ist sie Mitglied in der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer sowie in der Gendiagnostikkommission der Bundesregierung.

 

Silke Koppermann

ist Frauenärztin in Hamburg, Mitglied der Hamburger Ärzteopposition  und seit vielen Jahren Sprecherin des Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik. Sie gehört zum Vorbereitungsteam der Netzwerk-Jubiläumstagung in Bremen.

 

Rebecca MaskosRebecca Maskos

Jahrgang 1975, hat ein Diplom in Psychologie und bei Radio Bremen das Journalistinnen-Handwerk gelernt. Seit Studienzeiten ist sie in der emanzipatorischen Behindertenbewegung aktiv, zuletzt unter anderem bei der Berliner "Behindert und verrückt feiern Pride Parade" und beim Zeitungsprojekt "Mondkalb." Sie ist Referentin im Projekt "Suse" beim Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe e.V. (bff) und arbeitet daneben als freie Autorin, oft journalistisch, manchmal wissenschaftlich, zu Themen wie Ableism, Medien und Behinderung, Selbstbestimmung, Gender und Kritik der Bioethik.

 

Kathrin VoglerKathrin Vogler, MdB

1963 geboren, ist eine deutsche Friedensaktivistin, die unter anderem als Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) wirkte, und Politikerin. Seit Herbst 2009 gehört sie dem Deutschen Bundestag für die Partei Die Linke an. Derzeit ist sie Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Sprecherin der Linksfraktion für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte.

 

 

Evelyne GebhardtEvelyne Gebhardt, MdEP

Geboren am 19. Januar 1954 in Paris. Sie studierte Sprachwissenschaften unter Einbeziehung von Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Paris, Tübingen und Stuttgart. Danach arbeitete sie als freiberufliche Übersetzerin. 1975 zog sie nach Deutschland und trat im selben Jahr der SPD bei. Seit 1985 gehört sie dem Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) an, seit 1992 als stellvertretende ASF-Bundesvorsitzende.

Seit 1994 ist...

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06.03.2015

Tagungsteam der Jubiläumstagung 2015

Beate Abert

Beate Abert Hebamme seit 1993, und Diplom-Medizinpädagogin, Leitung der Hebammenschule Augsburg sowie Sprecherin des Netzwerks Pränataldiagnostik

 

 

 

 

Petra Blankenstein ist Biologin, Mitarbeiterin bei LEONA e.V.  und langjährige Sprecherin des Netzwerks Pränataldiagnostik

 

 

 

Hanna Geier

Hanna Geier ist Sozialpädagogin und langjährig engagiert im Netzwerk Pränataldiagnostik. Im Deutschen Roten Kreuz Generalsekretariat u.a. zuständig für die Schwangerenberatung.

 

 

 

 

Claudia Heinkel ist Theologin und Pädagogin, über viele Jahre engagiert im Netzwerk Pränataldiagnostik. Leiterin der PUA-Fachstelle für Information, Aufklärung, Beratung zu Pränataldiagnostik und Reproduktionsmedizin beim Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.

 

Silke Koppermann

Silke Koppermann ist Frauenärztin in Hamburg, Mitglied der Hamburger Ärzteopposition  und seit einigen Jahren Sprecherin des Netzwerks Pränataldiagnostik.

  

 

 

 

Harry Kunz

Harry Kunz arbeitet als freier Journalist zu medizinischen und sozialpolitischen Themen. Er gehört seit einigen Jahren dem SprecherInnenkreis des Netzwerks Pränataldiagnostik an und ist verantwortlich für die organisatorische Abwicklung der Netzwerktagung.

 

 

Margaretha Kurmann

Margaretha Kurmann ist Theologin/Pädagogin, Mitbegründerin des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik; viele Jahre tätig in der Beratung, Fortbildung, Material- und Projektentwicklung und öffentlicher wie politischer Arbeit zu den frauen- und gesundheitspolitischen Themen, u.a. Pränataldiagnostik/ Reproduktionsmedizin.  

 

 

Hildeburg Wegener

Hildburg Wegener war bis 1984 als Lehrerin und bis 2003 in der evangelischen Frauenverbands- und -bildungsarbeit tätig; von 1994 bis 2012 Sprecherin des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik.

 

 

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05.03.2015

Weitere Mitwirkende der Jubiläumstagung 2015

Sarah Clasen, AWO Bundesverband e.V. 

Angelica Ensel, Hebamme, Gesundheitswissenschaftlerin

Brigitte Faber, Weibernetz e.V., Politische Interessenvertretung behinderte Frauen   

Gaby Frech, Cara Beratungsstelle zu Schwangerschaft und Pränataldiagnostik, Bremen 

Ramona Günther, Lebenshilfe Bundesvereinigung

Ulrike Hauffe, Landesfrauenbeauftragte

Magret Heider, Frauenärztin, Fachreferentin Gesundheit, Bremen

Kirsten Hellwig, Beraterin bei der Fachstelle Pränataldiagnostik der Beratungsstelle für natürliche Geburt und Elternsein München  

Judith Hennemann, Cara Beratungsstelle zu Schwangerschaft und Pränataldiagnostik, Bremen 

Marianne Hirschberg, Professorin Hochschule Bremen

Gabriele Kemmler, FamilienGesundheitszentrum Frankfurt

Swantje Köbsell, Aktivistin, Professorin Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin

Martina Puschke, Weibernetz e.V., Politische Interessenvertretung behinderte  Frauen   

Eva Schindele, Journalistin, Mitbegründerin der Beratungsstelle Cara und des Netzwerkes Pränataldiagnostik

Ingrid Schneider, Professorin Universität Hamburg

Jutta Schulz, Diplom-Soziologin und tätig in der Behindertenhilfe 

Claudia Schumann, Frauenärztin

Andrea Singer, Beraterin bei der Fachstelle Pränataldiagnostik der Beratungsstelle für natürliche Geburt und Elternsein München

Susanne Steppat, Deutscher HebammenVerband e.V. 

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