Zum Umgang mit NIPT als Kassenleistung 27.01.2020

Im Frauenarzt 12/19, Mitgliederzeitschrift Berufsverband der Frauenärzte und der DGGG erschien ein Artikel zur Zulassung des NIPT als Kassenleistung "Postfaktische Zeiten - zur Einführung von NIPT als Kassenleistung"


Wie sollen wir mit pränatalen Bluttests umgehen ? 27.01.2020

Pro und Contra im Umgang mit der Kassenzulassung des NIPT in Pädiatrie Dezember 2019 /SpringerMedizin


Kein Bluttest als Kassenleistung

Warum wir uns gegen eine Kassenzulassung des  nichtinvasiven Pränataltests auf Trisomie 21 und weitere Trisomien aussprechen!

Mit der Stellungnahme positionieren sich 12 Verbände gegen eine Kassenzulassung des Pränataltests, der am Donnerstag im Bundestag debattiert werden soll.

Er fasst die Argumente zusammen, stellt eigene Posotionen vor, stellt Fragen...mehr


Forderung nach Aussetzung des Verfahrens der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschus

Das Gen-ethischen Netzwerks, Bioskop und das Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik fordern eine Aussetzung der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) über die Aufnahme des nicht invasiven Bluttests (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 in die Versorgung durch die gesetzlichen Krankenkassen.

Die Stellungnahme finden sie hier


Verbände nehmen Stellung

„JA“ zur Vielfalt des menschlichen Lebens!


Aufklärung über das Leben mit Beeinträchtigungen

Keine Bluttest auf genetische Abweichungen (NIPT) auf Kassenkosten

Mehr und bessere Beratungsangebote vor, während und nach vorgeburtlichen Untersuchungen mit Beteiligung der Behindertenselbsthilfe !  

 ...mehr

 


Was wollen Sie von Ihrem Kind wissen? Stellungnahme der DGPFG

Die deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. hat aus Anlass der parlamentarischen Diskussion über die Einführung der Nichtinvasiven Pränataldiagnostik (NIPD) als Kassenleistung eine Stellungnahme veröffentlicht ...mehr


Kein Bluttest als Kassenleistung - Banner zur Nutzung

Das Netzwerk und 12 andere Institutionen haben sich gegen eine Zulassung der NIPT als Kassenleistung ausgesprochen. 

Wenn Sie sich auch gegen die Zulassung des NIPT als Kassenleistung aussprechen, nutzen Sie das Banner und helfen Sie dabei Informationen weiter zu geben. Sie können das Banner über die Funktion "Grafik kopieren" nutzen (oder snipping tool) und z.B. unter Ihre mails, auf die Homepage setzen u.ä.


Nicht invasiver Pränataltest: Rechnung mit vielen Unbekannten

In der Hebammenzeitschrift (2018. 70 (11) setzt sich Claudia Heinkel von der Beratungsstelle PUA sehr genau und grundlegend mit den nicht invasiven Pränataltests auseinander; auch mit den "Grenzen von Studien und Statistik"...mehr


Funktionalisierung von Beratung?! Kritische Anmerkungen zum Beitrag der EKD

Die Beraterinnen von Cara - Beratung zu Schwangerschaft und Pränataldiagnostik äußern sich kritisch zu der Entscheidung der EKD. Beratung  gefordert und damit  bleibt die Verantwortung wieder alleine bei den Frauen und Paaren.....mehr


EKD spricht sich unter Bedingung für NIPT als Kassenleistung aus

Die EKD mischt sich in die Debatte um die NIPT ein.

Der Beitrag "Nichtinvasive Pränataldiagnostik. Ein evangelischer Beitrag zur ethischen Urteilsbildung und zur politischen Gestaltung", der Kammer für Öffentliche Verantwortung hat sich die EKD angeschlossen.

"Die Kammer empfiehlt grundsätzlich, die Nichtinvasiven Pränataltests (NIPT) aufgrund ihres für die schwangere Frau und das ungeborene Kind erheblich schonenderen Charakters in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen. Diese zustimmende Empfehlung ist allerdings daran geknüpft, dass eine neue psychosoziale, dem Lebensschutz verpflichtete Beratung eingeführt wird, die schwangere Frauen und Paare darin begleitet, eine individuell verantwortete Entscheidung darüber zu fällen, ob sie den genetischen Bluttest durchführen wollen und in der Lage sind, die sich daraus etwa ergebenden Folgen zu tragen. Ohne eine solche Beratung erscheint die Einführung der NIPT als Regelleistung der Gesetzlichen Krankenversicherung der Kammer und dem Rat der EKD nicht als zustimmungsfähig." ...mehr


Abschlussbericht des IQWiG zu Nichtinvasiven Bluttests liegt vor

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 26. Juni seinen Abschlussbericht zur Testqualität der nichtinvasiven Bluttests auf Trisomie 21 veröffentlicht.

Hierzu gibt es eine gemeinsame Stellungnahme des Genethischen Netzwerkes, von Bioskop und dem Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik. 

In dieser Stellungnahme fordern die UnterzeichnerInnen

  1. Keine Ausweitung der selektiven Pränataldiagnostik!
  1. Keine Aufnahme weiterer selektiver Untersuchungen ohne therapeutischen und medizinischen Nutzen in die Regelversorgung!

   Statt dessen

  1. eine breite politische gesellschaftliche Debatte über die Sinnhaftigkeit selektiver Pränataldiagnostik unter Beteiligung der Betroffenen, d.h. die Personengruppen, nach deren „Abweichung“ pränatal systematisch gesucht wird, müssen in die Diskussion mit einbezogen werden!
  1. Überprüfung der gesetzlichen Vorgaben für die Entscheidungskompetenzen und -kriterien des G-BA!

04.07.2018

Genetische Bluttests als kassenfinanzierte Leistungen?

Der Gemeinsame Bundesausschuss der Krankenkassen (G-BA) lässt aktuell in einer umfangreichen Studie  den nicht-invasiven genetischen Bluttest auf Trisomie 21 und die  invasiven Untersuchungen in ihrem Nutzen vergleichen (sog. Erprobungsverfahren). Kommt dabei heraus, dass der genetische Bluttest die invasive Untersuchung ersetzen kann, wird der Test in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das wäre der entscheidende Schritt, ein Screening auf Trisomie 21 in der Frühschwangerschaft zu einem Teil der regulären Schwangerenvorsorge zu machen. Damit wäre die flächendeckende Suche nach Trägern von Trisomie 21 als Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenkassen etabliert.

Das "Gen-ethische Netzwerk", das "Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik" sowie "Bioskop" haben in einer gemeinsamen Stellungnahme scharf kritisiert, dass ein Testverfahren mit so weitreichenden Folgen wie die genetischen Bluttests gewissermaßen auf dem Verwaltungsweg Eingang in die Regelversorgung finden soll, ohne dass sich der G-BA mit den fatalen Folgen einer solchen Entwicklung für Menschen mit Behinderung auseinandersetzt. Sie bewerten diesen Test als symbolische Entwertung von Menschen mit Behinderung als ein Risiko, der in diametralem Gegensatz zur UN- Behindertenrechtskonvention steht. Sie fordern, ein solches medizinisches Angebot nicht in die Regelversorgung der Schwangeren aufzunehmen.

Stellungnahmen des Netzwerkes: 20042012; 2014

Rundbriefe: 2009, 2013, 2014;


Kleine Anfrage im Bundestag zum Bluttest

Vorgeburtliche Blutuntersuchung zur Feststellung des Down-Syndroms

so lautet die Überschrift der kleinen Anfrage von 158 Bundestagsabgeordneten zum Erprobungsverfahren des G-BA. Nachzulesen

 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/044/1804406.pdf

sowie die Antwort der Bundesregierung  hier...
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/045/1804574.pdf 


"Nein" zum Praena Test

Das genethische Netzwerk hat schon letztes Jahr eine Unterschriftenaktion gestartet "Nein zum Praena Test" . Gerade jetzt könnten Unterschriften nocheinmal wichtig sein, nachdem auch Bundestagsabgeordnete das Erprobungsverfahren des G-BA in Frage gestellt haben.

Petition unterschreiben  http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gen/2014/nein-zum-praenatest

Seit 2012 ist ein nicht invasiver Pränataltest in Deutschland auf dem Markt.  Anhand mütterlichen Blutes kann bereits in der frühen Schwangerschaft die Bestimmung von Trisomien 13, 18 und 21 und  geschlechtschromosomaler Veränderungen vorgenommen werden. 

Seit 2016 wird die Debatte öffentlicher - bis hin zu einer partei- und fraktionsübergreifend geführten Parlamentsdebatte im April 2019.

Ausgelöst wurde die Debatte durch ein Methodenbewertungsverfahren zum genetischen Bluttest durch den Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Beantragt hat dieses Verfahren die Firma Life-Codex (Hersteller des Praena-Tests in Deutschland) um eine Kassenzulassung des Test zu erreichen.

Die Bewertungskriterien dieses Verfahrens sind ausschließlich medizinisch-technischer Art. Geprüft werden sollen der diagnostische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit des Tests.

Eine ethische oder gesellschaftspolitische Bewertung ist in diesem Verfahren, anders als im Europäischen Bewertungsverfahren zum NIPT, ausdrücklich nicht vorgeseh